Geschichte

Das Heimatschutz-Theater Olten wurde im Mai 1936 gegründet. Initiant war Paul Loosli, der sich an den Vorbildern des Berner und des Glarner Heimatschutztheaters orientierte. Das Ziel der Heimatschutz-Spielervereinigung, wie sie sich zu Beginn nannte, war die Förderung der guten schweizerischen dramatischen Produktion und die Pflege der Muttersprache. Die Gründer wollten damit ein Stück Heimat in Schutz nehmen und beriefen sich auf die Bestrebungen der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft, die im Jahre 1884 beschlossen hatte, das Volkstheater zu fördern. Hauptgrundsatz für die Heimatschutz-Bühnen war damals, dass alle Beteiligten aus Begeisterung und Liebe zum Theater mitmachten. Sie waren Amateurbühnen und grenzten sich gegen das damalige professionelle Theater ab, ohne aber Abstriche zu machen an den Ansprüchen gegenüber sich selbst und am Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihrem Publikum.

Den theaterbegeisterten Mitgliedern ist es weit über die 24-jährige Leitung von Paul Loosli hinaus gelungen die Kontinuität zu wahren. Looslis Nachfolgerinnen und Nachfolger als Spielleiter waren Armin Eng, Alice Keller und Käthi Rippstein. Unter ihrer Leitung wurde eine ganze Reihe von Klassikern des Mundarttheaters einstudiert: Uf em Bärgli von Josef Reinhart, D’s Hagmatt-Jümpferli von Ernst Balzli, Hansjoggeli der Erbvetter von Simon Gfeller, D’s Schmocker-Lisi von Otto von Greyerz, I Gottsname von Hans Rudolf Balmer, Land ohne Himmel und Vogel friss oder stirb von Cäsar von Arx, um nur einige zu nennen. Der am meisten aufgeführte Autor ist Emil Balmer. Von ihm hat das Heimatschutz-Theater Olten im Laufe seines Bestehens fast alle Stücke inszeniert.

Die Verdienste des Heimatschutz-Theaters wurden im Jahre 1988 durch die Stadt Olten anerkannt, als ihm ein Anerkennungspreis der städtischen Kulturförderungskommission verliehen wurde.

Das Heimatschutz-Theater Olten ist Mitglied im Regionalverband Nordwestschweiz des Zentralverbandes Schweizer Volkstheater.

Tradition am Puls der Zeit
Förderung der Kultur und Erhaltung des guten Mundart-Theaters (Schwerpunkt Berndeutsch). Die Förderung der einzelnen Mitglieder (zum Beispiel in Form von Weiterbildung) und des Nachwuchses sind weitere Schwerpunkte des Vereins.