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Die ganze Sache mit dem Stückeschreiben fing schon recht früh an, im Jahre 1952 - ich war 22 Jahre jung - in Zürich. Damals trat ich einem Männerchor bei, aus dem später der Jodelclub Käferberg entstand. Altjährlich wurde eine Abendunterhaltung durchgeführt. Weil mir die Art der Abendunterhaltung nicht recht gefiel - mir fehlte eben ein Theater - griff ich zur Feder. Ich schrieb zuerst Sketche, dann einen Einakter, und es folgten - weil die Sache beim Publikum gut ankam - Zwei- und Dreiakter. Natürlich schrieb ich nicht nur, sondern führte Regie und spielte selbst mit. Welch eine Sünde! Weil damals kein Verlag Interesse an neuen Stücken hatte, blieb der Erfolg sehr beschränkt.
Doch die Katze lässt das Mausen nicht. In der Theatergruppe Schlieren führte ich später während vieler Jahre Regie, und es kamen auch wieder eigene Stücke auf den Spielplan. Der Spring-Verlag in Brugg begann Interesse zu bekunden. Später übernahm der Verleger Erich Spring den Breuninger-Vertag in Aarau. Nach und nach stellte sich ein immer grösser werdender Erfolg ein. Heute sind es jährlich über 300 Aufführungen meiner Stücke. Die Konkurrenz ist zwar recht gross, hauptsächlich aus ausländischen Verlagen. Doch dies hat auch seine guten Seiten. Man wird gezwungen - wenn man gespielt werden will Werke auf den Markt zu bringen, die ankommen und Erfolg bringen.
Die meisten Aufführungen gehen im Vereinstheater über die Bühne. Für einen Autor ist es immer erfreulich, wenn er bei einer guten Aufführung dabei sein kann. Das ist natürlich nicht immer möglich. Ich hatte bis heute das Glück, alle Jahre wieder bei wirklich guten Aufführungen dabei sein zu dürfen.
Hans Wälti
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